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BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Symbolbild

Technische Probleme beim Bremssystem und die schwache Nachfrage in China belasten das Quartalsergebnis.

Die BMW Group sieht sich im laufenden Geschäftsjahr mit spürbarem Gegenwind konfrontiert: Der Gewinn des Münchner Premium-Automobilherstellers brach im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel (> 33 %) ein. Hauptursachen für diese Entwicklung sind kostspielige Auslieferungssperren im Zusammenhang mit einem fehlerhaften Bremssystem eines Zulieferers sowie eine anhaltende Nachfrageschwäche auf dem chinesischen Kernmarkt. Dennoch hält der Konzern an seinen Zukunftsinvestitionen in die Modelloffensive „Neue Klasse“ fest.

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick

 

  • Ertragseinbruch: Rückgang des Konzernüberschusses um mehr als 33 % gegenüber dem Vorjahresquartal.
  • Technisches Problem: Weltweiter Rückruf bzw. Auslieferungsstopp für rund 1,5 Millionen Fahrzeuge aufgrund von Problemen beim Integrierten Bremssystem (IBS).
  • Strategischer Fokus: Unvermindertes Festhalten an Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen für die nächste Generation von Elektrofahrzeugen („Neue Klasse“).

Hauptursachen: Bremsen-Rückruf und intensiver Markt-Wettbewerb in China

Der primäre Belastungsfaktor im Berichtszeitraum stammte aus unvorhergesehenen Qualitätsproblemen bei einer gelieferten Bremskomponente. Dies machte nicht nur umfangreiche Serviceaktionen bei bereits ausgelieferten Fahrzeugen erforderlich, sondern zwang den Konzern temporär auch zum Auslieferungsstopp für nicht übergebene Neuwagen. Die Folge waren spürbare Umsatz- und Gewinnverzögerungen sowie operative Mehrbelastungen.

Parallel dazu setzt die anhaltende Konsumzurückhaltung im chinesischen Markt der gesamten Branche zu. Ein intensivierter Preiswettbewerb sowie eine Erstarkung lokaler Mitbewerber im Segment der Elektrofahrzeuge setzten die Margen im fernöstlichen Kernmarkt spürbar unter Druck.

Festhalten an der Elektro-Strategie und der „Neuen Klasse“

Trotz des kurzfristigen Dämpfers bei den Kennzahlen betont das Management der BMW Group, dass die strategische Ausrichtung intakt bleibt. Die Vorbereitungen für den Anlauf der „Neuen Klasse“ – der nächsten Generation voll-elektrischer BMW-Modelle ab 2025/2026 – laufen plangemäß weiter.

„Die aktuellen Herausforderungen verlangen uns operative Disziplin ab. Die Aufwendungen für die Qualitätssicherung unserer Fahrzeuge haben oberste Priorität. Gleichzeitig lassen wir uns von kurzfristigen Marktverwerfungen nicht von unserem klaren Zukunftskurs abbringen – die Transformation hin zur nachhaltigen und digitalen Mobilität wird konsequent fortgesetzt.“

— Statement der Konzernführung

Ausblick für das Gesamtjahr angepasst

Aufgrund der Sondereffekte hat die BMW Group ihre Prognose für wesentliche Finanzkennzahlen des Gesamtjahres korrigiert. Die EBIT-Marge im Segment Automobile wird niedriger erwartet als ursprünglich kalkuliert. Analysten und Branchenexperten werten die konsequenten Qualitätsmaßnahmen jedoch als notwendigen Schritt, um das Vertrauen der Kunden langfristig zu sichern.

Über die BMW Group

Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von hochwertigen Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Das Unternehmen betreibt ein globales Vertriebsnetz in über 140 Ländern und fertigt an 30 Produktionsstandorten weltweit.

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