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Elektroautos sorgen für Wachstum, Automobilbranche bleibt dennoch unter Druck

Elektroautos sorgen für Wachstum

Das Wichtigste in Kürze:

E-Mobilität stützt Automarkt, Produktion und Export schwächeln weiterhin

Trotz des aktuellen Booms bei den Elektrofahrzeugen kommt die deutsche Automobilbranche im Juni 2026 nicht zur Ruhe. Zwar sorgen zwei zusätzliche Arbeitstage und die Nachfrage nach E-Autos für solide Monatszahlen, doch aufs gesamte erste Halbjahr gesehen hinken Produktion und Export dem Vorjahr hinterher. Der Abstand zum Vorkrisenniveau von 2019 bleibt groß, da hohe Kosten, Bürokratie und teurer Ladestrom eine echte Erholung ausbremsen.

Keyfacts

 

  • Produktion & Export: Im Juni liefen rund 377.700 Pkw vom Band – ein Plus von sechs Prozent, das allerdings vor allem an den zwei zusätzlichen Arbeitstagen liegt. Insgesamt ist die Halbjahresbilanz für Produktion und Export rückläufig.
  • Belastungsfaktoren: Die Hersteller kämpfen vor allem mit den hohen Lohn- und Energiekosten in Deutschland sowie mit immer mehr Bürokratie.
  • Neuzulassungen & Aufträge: Rund 296.400 Neuzulassungen im Juni klingen erst mal gut, und auch das erste Halbjahr liegt über dem Vorjahr. Weil aber die Bestellungen aus dem Ausland einbrechen, reicht das Plus im Inland nicht für eine Trendwende.
  • Boom bei der Elektromobilität: Reine Elektroautos (BEV) legen kräftig zu. Ihr Anteil an den Neuzulassungen kletterte auf 39 Prozent, angetrieben von einer neuen staatlichen Förderung und einer größeren Modellauswahl.
  • Problemfall Ladestrom: Damit der E-Auto-Boom anhält, müssen die Ladestrompreise in Deutschland dringend sinken – sie gelten aktuell als größter Bremsklotz.

Produktion und Exporte entwickeln sich verhalten

Wie aus der aktuellen Pressemitteilung hervorgeht, wurden im Juni 2026 in Deutschland rund 377.700 Pkw gebaut. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Anstieg von sechs Prozent. Den offiziellen Zahlen zufolge ist dieses Wachstum jedoch vor allem auf zwei zusätzliche Arbeitstage im Vergleich zum Juni 2025 zurückzuführen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt die Produktion weiterhin unter dem Vorjahreswert und deutlich unter dem Niveau von 2019. Als Gründe hierfür werden im Bericht unter anderem hohe Lohn- und Energiekosten sowie eine steigende Bürokratie genannt. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Export: Im Juni wurde zwar etwas mehr ins Ausland geliefert, unterm Strich gingen die Ausfuhren im ersten Halbjahr jedoch leicht zurück.

Mehr Neuzulassungen trotz schwankender Nachfrage

Den Erhebungen der Pressemeldung nach stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Juni deutlich auf rund 296.400 Fahrzeuge. Auch im ersten Halbjahr wurden mehr Fahrzeuge neu zugelassen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch bleibt der deutsche Automarkt weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die Auswertung zeigt, dass die Auftragseingänge aus dem Inland zwar spürbar zunahmen, die Bestellungen aus dem Ausland jedoch einbrachen. In der Summe verbuchten die Hersteller dadurch weniger Neuaufträge als im Vorjahresmonat.

Elektromobilität gewinnt weiter an Bedeutung

Wie die Veröffentlichung zeigt, verzeichneten Elektrofahrzeuge im Juni ein besonders starkes Wachstum. Vor allem reine Stromer (BEV) legten massiv zu, wodurch der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge an allen Neuzulassungen auf 39 Prozent anstieg. Das Papier verweist darauf, dass diese Entwicklung unter anderem durch ein größeres Fahrzeugangebot der Hersteller sowie die neue staatliche E-Förderung unterstützt wird. Gleichzeitig wird im Text betont, dass die hohen Ladestrompreise in Deutschland weiterhin ein Hindernis für den weiteren Ausbau der Elektromobilität darstellen und deshalb gesenkt werden sollten.

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