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Pentagon beschleunigt KI-Beschaffung für Anti-Drohnen

KI-Beschaffung Anti-Drohnen

Symbolbild

Pentagon beschleunigt die Beschaffung von Anti-Drohnen-Technologie mit KI-Plattform

Das Pentagon beschleunigt die Beschaffung von Anti-Drohnen-Technologien drastisch durch einen neuen KI-gestützten Online-Marktplatz, der gemeinsam mit dem Startup Kaizen Laboratories entwickelt wurde. Im Rahmen eines 15-Millionen-US-Dollar-Vertrags entstand die Plattform in unter neun Wochen und ging Ende Juli 2026 live. Der Marktplatz soll bürokratische Hürden abbauen und es Militär, Strafverfolgungsbehörden sowie internationalen Partnern ermöglichen, geprüfte Abwehrsysteme schneller zu vergleichen, passende KI-Empfehlungen zu erhalten und direkt anzufordern. Allein im April 2026 wurden über die Joint Interagency Task Force 401 Counter-UAS-Käufe im Wert von 13 Millionen US-Dollar erfasst, während der Gesamtbestellwert zuletzt auf 21 Millionen US-Dollar stieg.

Keyfacts Beschaffung Anti-Drohnen-Technologie:

 

  • 15 Mio. USD Vertrag & Rekordtempo: Kaizen entwickelte die Plattform in unter 9 Wochen von Grund auf, vor zwei Wochen ging das System live.
  • Steigende Bestellvolumina: Erfassung von 13 Mio. USD an Anti-Drohnen-Käufen im April 2026, Gesamtauftragswert stieg bereits auf 21 Mio. USD.
  • Erweiterter Anwenderkreis: Neben dem US-Militär sowie lokalen und föderalen US-Strafverfolgungsbehörden sind Partnerstaaten wie Australien, Polen, Südkorea, Großbritannien und Rumänien eingebunden.
  • Funktionsumfang & KI-Power: Direkter Vergleich von Systemen (u. a. von Anduril, SMARTSHOOTER, DroneShield, AeroVironment), KI-gestützte Konfiguration entlang der gesamten Wirkungskette durch das KI-Tool Blacksmith sowie Automatisierung von Compliance und Freigaben via Taproot.
  • Strategischer Hintergrund: Die JIATF-401 adressiert damit die extreme Kosten-Massendifferenz zwischen teuren US-Abfangsystemen und günstigen Massendrohnen.

Neuer digitaler Marktplatz für schnellere Beschaffung

Der Pressemitteilung zufolge hat das Pentagon gemeinsam mit dem Softwareunternehmen Kaizen Laboratories einen KI-gestützten Online-Marktplatz für die Beschaffung von Technologien zur Drohnenabwehr entwickelt. Ziel ist es, den bislang aufwendigen Beschaffungsprozess deutlich zu vereinfachen und zu beschleunigen. Militär, Behörden und Strafverfolgungsorganisationen können dort geeignete Systeme anhand ihrer Anforderungen suchen, verschiedene Lösungen vergleichen und Kaufanfragen direkt stellen. Zudem erstellt die integrierte Künstliche Intelligenz passende Produktempfehlungen.

Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Drohnen

Laut Angaben der JIATF-401 gewinnt die Abwehr unbemannter Fluggeräte zunehmend an Bedeutung. Hintergrund sind unter anderem die Erfahrungen aus aktuellen Konflikten, in denen Drohnen eine immer wichtigere Rolle spielen. Durch den neuen Marktplatz sollen einsatzbereite und geprüfte Technologien schneller verfügbar gemacht werden, wodurch zeitaufwendige bürokratische Abläufe reduziert werden. Gleichzeitig erhalten die Nutzer einen besseren Überblick über verfügbare Systeme und deren Leistungsdaten.

KI soll den Beschaffungsprozess modernisieren

Der Pressemeldung nach wurde die Plattform innerhalb weniger Wochen entwickelt und umfasst bereits zahlreiche Anbieter von Drohnenabwehrsystemen. Künftig sollen weitere Unternehmen ihre Produkte nach einer Prüfung aufnehmen können. Darüber hinaus ist vorgesehen, den Marktplatz auch internationalen Partnern zugänglich zu machen. Nach Einschätzung des Pentagons trägt die Kombination aus digitalem Marktplatz und KI-Unterstützung dazu bei, moderne Verteidigungstechnologien schneller bereitzustellen und die Einsatzfähigkeit von Streitkräften sowie Sicherheitsbehörden nachhaltig zu verbessern.

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