Die Kraftstoffpreise in Deutschland ziehen erneut deutlich an. Dennoch plant die Bundesregierung nach dem Auslaufen der bisherigen Entlastungsmaßnahmen vorerst keinen neuen Tankrabatt oder andere Hilfen für Autofahrer. Ausschlaggebend für die Entwicklung sind vor allem der gestiegene Ölpreis sowie die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus.
Keyfacts zu Spritpreisen
- Preisanstieg an den Zapfsäulen: Super E10 kostet derzeit durchschnittlich 2,152 Euro pro Liter, Diesel 2,177 Euro. Vor allem Diesel hat sich innerhalb von zwei Wochen um mehr als 23 Cent verteuert.
- Keine neuen Entlastungen: Laut Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius sind aktuell weder ein neuer Tankrabatt noch ein Spritpreisdeckel geplant.
- Hohe Kosten für den Staat: Der Ende Juni ausgelaufene Tankrabatt kostete den Bund rund 1,6 Milliarden Euro.
- Gründe für die Preisentwicklung: Der hohe Ölpreis sowie die angespannte Lage im Nahen Osten und Risiken entlang der Straße von Hormus treiben die Kraftstoffpreise weiter nach oben.
- Leichte Entspannung: Nach Angaben des ADAC deuteten die jüngsten Preisdaten zuletzt auf eine erste leichte Beruhigung der Preisentwicklung hin.
Kraftstoffpreise steigen spürbar
Der Pressemitteilung zufolge sind die Spritpreise in den vergangenen Wochen kontinuierlich gestiegen. Ein Liter Super E10 kostet derzeit durchschnittlich 2,152 Euro, Diesel liegt bei 2,177 Euro pro Liter. Besonders deutlich fällt der Anstieg beim Diesel aus, der sich innerhalb von nur zwei Wochen um mehr als 23 Cent verteuert hat. Auch der Preis für Super E10 nähert sich wieder den Höchstständen der vergangenen Jahre.
Bundesregierung hält an ihrer Linie fest
Trotz der steigenden Belastung für Autofahrer sieht die Bundesregierung derzeit keinen Anlass für neue Entlastungsmaßnahmen. Laut Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius seien die bisherigen Hilfen abgeschlossen, weitere Maßnahmen wie ein Tankrabatt seien aktuell nicht vorgesehen. Die Preisentwicklung werde jedoch weiterhin aufmerksam beobachtet. Als wichtigste Ursachen gelten die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten sowie Unsicherheiten auf wichtigen Handelsrouten wie der Straße von Hormus.
Ölpreis bleibt der wichtigste Preistreiber
Der Pressemeldung nach ist vor allem der gestiegene Ölpreis für die hohen Kraftstoffkosten verantwortlich. Der Tankrabatt, der bis Ende Juni galt, hatte die Preise zwischenzeitlich spürbar gesenkt, den Bund jedoch rund 1,6 Milliarden Euro gekostet. Eine Neuauflage wird derzeit ausgeschlossen, auch wenn vereinzelt politische Forderungen nach einem Spritpreisdeckel laut werden. Immerhin zeigen die jüngsten ADAC-Daten, dass sich die Preisentwicklung zuletzt leicht stabilisiert hat.